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Sonntag, 14 September 2008

STÖCKL AM SAMSTAG

Folge 19 am 20.09.2008, 16.00 Uhr, ORF 2

BRUSTKREBS – Betroffene erzählen
Ab 23. September 2008 startet die „Pink Ribbon“ Kampagne der Wiener Krebshilfe mit Veranstaltungen in ganz Österreich. Jede achte bis neunte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Jährlich werden mindestens 5000 neue Fälle diagnostiziert. 1700 Menschen sterben pro Jahr an dieser Krankheit. Bei „Stöckl am Samstag“ erzählen betroffene Frauen von ihrem persönlichen Schicksal und wie sie trotz Krankheit den Lebensmut nicht verloren haben.
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von links: Eva Steyrer, Eva Fellenz, Margit Miller und Barbara Stöckl

Eva Fellenz – „Der Partner leidet immer mit“
Während eines Feuerwehrfestes entdeckte Eva Fellenz vor sechs Jahren einen Blutfleck auf ihrem T-Shirt. Die anschließende Diagnose „Brustkrebs“ wollte die Masseurin aus Krems anfangs gar nicht wahrhaben. „Ich dachte, es kann nur ein Irrtum sein.“ Eva Fellenz musste sich die rechte Brust komplett entfernen lassen – ein Schock nicht nur für sie, sondern auch für ihren Partner Heinz Huber: „Als ich Eva zum letzten Mal mit ihrer Brust im Badezimmer gesehen habe, haben wir miteinander geweint.“ Ein Jahr nach ihrer Amputation entschloss sich Eva Fellenz zu einem Brustaufbau. Wie sie diese schwierige Zeit erlebt haben und was die Krankheit Brustkrebs für die Partnerschaft bedeutet, schildern Eva Fellenz und Heinz Huber bei „Stöckl am Samstag.“
 

Margit Miller – Weiblich auch ohne Brust
Auch bei Margit Miller musste vor sechs Jahren die linke Brust zur Gänze entfernt werden. Die Tirolerin entschied sich jedoch gegen einen Wiederaufbau und lebt seither mit einer Brust-Prothese – eine Situation, an die sich die 59-Jährige erst langsam gewöhnen musste. „Als ich nach dem Krankenhaus-Aufenthalt meine Sachen packte und meinen alten BH sah, fing ich zu weinen an. Ich war mit der Situation anfangs komplett überfordert.“ Heute hat Margit Miller ihren veränderten Körper völlig akzeptiert und hat zu einem neuen Selbstwertgefühl gefunden. „Weiblichkeit definiert sich für mich nicht über den Busen, sondern über die ganze Persönlichkeit.“ Die 59-Jährige liebt schöne Dessous und ist mittlerweile als Model für eine Brustprothesen-Firma tätig. Auch sonst hat sich ihre Einstellung zum Leben verändert: „Ich bin mir selbst wichtig geworden und kann mich endlich so annehmen, wie ich bin.““
 

Breast-Friends – Freundschaften fürs Leben
„Ich habe immer gewusst, dass sie wieder gesund wird. Ich habe sie bewundert – sie hat sich nie beklagt und gesagt ‚Wieso ich`?“ Dieser Ausspruch stammt von Johanna über ihre an Brustkrebs erkrankte Freundin Claudia. Johanna und Claudia sind „breast friends“. Sie haben wie viele andere bei der Foto-Ausstellung „Bilder von Freundschaften fürs Leben - Breast-Friends“ mitgemacht. Die Ausstellung ist noch bis 30. September in Wien zu sehen und veranschaulicht auf berührende Weise, wie wichtig es ist, in der schlimmen Zeit der Krankheit nicht allein gelassen zu werden und Menschen zu haben, auf die man zählen kann.
 

Eva Steyrer – Krise als Chance
Eva Steyrer, Vizebürgermeisterin von Rohrbach an der Gölsen, entdeckte im Alter von 41 Jahren beim Duschen einen golfballgroßen Knoten. Obwohl sie ihren Ärzten und der Schulmedizin vertraute, setzte sich Eva Steyrer zusätzlich mit alternativen Heilmethoden auseinander. Die 51-Jährige entschied sich für ein „Ja im Leben“: Die kämpfte gegen den Krebs an und nutzte diese Krise in ihrem Leben als Chance für einen Neubeginn. „Ich habe meinen Lebensstil umgestellt und eine Psychotherapie gemacht.“ Heute gilt Eva Steyrer als geheilt und ließ sich dies sogar schriftlich von ihrem Arzt bestätigen. Steyrer: „Die Wertigkeiten haben sich komplett verschoben. Ich bin nicht mehr derselbe Mensch, der ich vorher war.“

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Von links: Eva Steyrer mit Familie und Barbara Stöckl
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Eva Steyrer mit Familie und Freunden vor dem ORF-Studio

 
 

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